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Aus der Sprachverwirrung Babels lässt sich buntes schaffen

Seit meiner Kindheit bin ich gerne umgeben von unterschiedlichen Kulturen und übe mich in verschiedenen Sprachen. So lerne ich immer wieder neues über die Vielfalt menschlicher Interaktionen und Kommunikationen. Geboren und zweisprachig aufgewachsen in den Niederlanden, wurde mir früh die Bedeutung des interkulturellen Austauschs bewusst. Das hat mich zu einer Brückenbauerin gemacht, mit dem Streben nach Verständnis und Zusammenhalt zwischen den Menschen.


Mit 19 Jahren bin ich nach Österreich „emigriert“. Nur 1200 km entfernt und trotzdem eine Welt entfernt in Bezug auf kulturelle Nuancen und Ausdrucksweisen. Meine Offenheit und positive Natur wurden oft sehr skeptisch beäugt. Während die Wiener Melancholie und das berüchtigte "Raunzen" für mich nicht nachvollziehbar waren.


Nach drei Jahrzehnten fühle ich mich hier zuhause. Ich habe mich in die Kultur eingelebt und andererseits Menschen aus Österreich und den unterschiedlichsten Teilen der Welt gefunden, die ähnlich ticken wie ich.


Jetzt bringt mich die 3D-Welten Methode wieder back to my roots. Doch von einfach Homepage übersetzen und losstarten bin ich weit entfernt. Die Geschichte wiederholt sich. In den letzten drei Jahrzehnten haben sich nicht nur die Sprache, sondern auch die Arbeitskultur, die Gesprächsdynamik und der zwischenmenschliche Umgang grundlegend verändert. Für mich bedeutet das, wieder in eine mir neue Kultur einzutauchen, zu verstehen, aber auch um Geduld, Verständnis und Unterstützung zu bitten.


Das, was ich schon lange sehe, erlebe und mir bewusst ist, wurde mir jetzt wieder glasklar vor Augen geführt: Selbst wenn wir die selbe Sprache sprechen, bedeutet das noch lange nicht, dass wir dasselbe meinen oder verstehen. Die Berücksichtigung der gegenseitigen Herkunft und aller damit verbundenen Aspekte ist entscheidend, um ein angemessenes Verständnis für unser Gegenüber zu entwickeln. Wenn eine Person mit einer Wortwahl oder Intonation spricht, die uns befremdlich erscheint, liegt dies oft an der kulturellen Prägung. Das gilt es zu bedenken, am Arbeitsplatz und darüberhinaus.


Mein Fazit: Aus der Sprachverwirrung Babels lässt sich buntes Schaffen. Indem wir mehr beobachten, hinterfragen, nachfragen und uns aufeinander einlassen, gibt es deutlich mehr gute Gespräche und ein freudvolles Miteinander. Gerade in einer Welt, wo wir Diversity einen immer größeren Platz einräumen, liegt es an uns alle, die Unterschiede der Kulturen zu überbrücken und eine Atmosphäre des Verständnisses und der gegenseitigen Anerkennung zu schaffen. Denn in der Vielfalt der Sprachen und Kulturen liegt unsere Stärke und die Möglichkeit, gemeinsam eine gute Welt zu gestalten.




 

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