• Dagmar Popp

Ein Perspektivenwechsel der ungeahnten Sorte!

Da kam er – der Perspektivenwechsel. Ein Begriff verbunden mit einer Handlung, den wir insbesondere in der Arbeitswelt immer wieder und lauthals befürworten. In diesem Fall kam er allerdings völlig unerwartet und sicherlich nicht wie wir ihn uns gewünscht hatten. Doch jetzt ist er da und wir haben nicht einmal die Wahl, ob wir uns diesem change of point of view überhaupt stellen möchten. Und er ist gekommen um ein Weilchen zu bleiben…


Also was tun wir? Das was sich mir zeigt ist, dass wir uns stellen. Innerhalb von einer Woche hat sich der Berufsalltag um 180Grad und noch viel weiter oder gar mehrmals um die eigene Achse gedreht. Kein Bürosessel steht mehr dort wo er vorher stand, kein Arbeitsplatz ist mehr wie er vorher aussah, kein Mitarbeiter, keine Mitarbeiterin, keine Führungskraft ist mehr wie er oder sie vorher war.


Die gähnende Leere im Kalender ist schmerzhaft und statt einem Termin der den anderen jagt, jagen sich die Absagen. Nach einer Schockstarre, einem Unverständnis, einem nicht-(er)fassen-können was allerwelts vor sich geht und einem Entsetzen vor den unmittelbaren und weitreichenden Folgen, macht sich eine ungeahnte Aktivität und Kreativität breit.


Die Wirtschaft, die Unternehmen, die Geschäftstreibenden und Lokalbesitzer, die Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmer sind wieder aufgewacht. Unterstützung, Maßnahmen und Förderungen werden angeboten. Jede und jeder für sich, für seine Unternehmung und seinen kleinen oder großen Betrieb sucht eine Lösung um die finanziellen Themen fürs erste unter Kontrolle zu bringen und es ist hart! Parallel rollt eine Welle von Angeboten unterschiedlichster Art durch die Social Medias, dem kaum Grenzen gesetzt ist. Unter dem Motto: „Geht nicht gibt’s nicht“ und „Keine Idee is too bold um nicht umgesetzt zu werden“ poppen die Alternativen, die gestern noch gar nicht in unseren Gedanken waren, wie Schwammerl aus dem Boden.

Die Köpfe rauchen, die Ideen lassen sich nicht bremsen und an der Umsetzung scheitert es gänzlich nicht. Der Antrieb, die Begeisterung und Flexibilität sind enorm, die Motivation intrinsisch. Ein ungekanntes Gesamt-Phänomen, das mich begeistert. Was vor einer Woche noch nicht gedacht war, ist schon längst umgesetzt. Was bis vor kurzem noch unmöglich erschien, wird Land auf Land ab in verschiedensten Varianten angeboten.


Einfach „Coronal“! Ein Perspektivenwechsel, der es auch in der Berufswelt nur so rauschen lässt. Eines der wenigen positiven, dennoch so beachtenswerten Folgen dieser enormen Katastrophe. Ein New Way of Work, den wir unbedingt beibehalten sollten.

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